Der Klabautermann

Am Ruder hatte ich mich festgebunden,
der Sturm auf See tobte viele Stunden.
Das Tau schnitt in meine Haut hinein,
und die Angst und der Schmerz, sie ließen mich schrein’.

Doch hielt ich den Kurs mit harter Hand,
die Kraft und der Mut gaben mir den Verstand.
Ich hatte zwanzig Seelen an Bord,
und der Sturm riss mir meine Gebete fort.

Acht Glasen schlug die Glocke an,
ein dunkler Schatten schlich sich heran.
Das Grauen erfasste mich, und dann,
sah ich den buckligen Klabautermann.

„Mein Schiff! Mein Schiff!“, sein Untergang droht.
Es ertrinken die Seelen und dann sind sie tot!
„Willst du das?“, so sag’ es an,
fragte ich den Klabautermann.

Schweigend hörte der Bucklige zu.
„Ich gewähre dir Gnade!“, sprach er, und du,
liebst deine Seelen, deshalb führe sie Heim,
sprach‘s, und verschwand im grünlichen Schein.

Das Ruder hielt ich mit fester Hand,
mein Gesicht war weiß, wie der Kalk an der Wand.
Ich hatte zwanzig Seelen an Bord
und der Sturm riss mir meine Gebete fort.