Misthausbrot

In den neunziger Jahren fuhr ich oft mit meinem Sohn Jan in das Misthaus im Isergebirge.Wir liefen zusammen Ski und es war ein einziges Abenteuer. Während unserer Fahrten mit Eis und Schnee im Februar, heißem Tee und dem Geruch von Knoblauch und alten Socken im Misthaus entstand dieses Brotrezept.
Es ist ein Andenken an das alte, abgebrannte Misthaus, an Gustav Ginzel und an die schöne Zeit die wir erlebten.

Zuallererst werden 4 große Zwiebeln geschält und in kleine Würfel gehackt.
Zweihundert Gramm geräucherter Schinken wird feingeschnitten.
Die vermengte Zwiebel-Schinkenmischung wird mit dem Saft einer halben Zitrone versetzt.

Gewürzt wird mit Salz, groben schwarzen Pfeffer, Koriander, Kräuter der Provence,
Majoran, Rosmarin, Brotgewürz ( soweit vorhanden ) und eine Spur Chilipulver.
Zum Schluss kommt ein Esslöffel voll Kastanienhonig dazu.

Die Zwiebel-Schinkenmischung wird mit kaltgepressten Olivenöl in einer Pfanne auf
kleiner Flamme erhitzt bis die Zwiebeln und der Schinken leicht angebraten sind.

In der Zwischenzeit wird eine Knolle Knoblauch geschält und aus den Zehen der grüne
bittere Trieb entfernt. Der Knoblauch wird auf einen kleinen Teller durch die Knoblauchpresse gepresst.
Die angebratene Zwiebel-Schinkenmischung wird abgekühlt. Danach kommt der frische, durchgepresste Knoblauch dazu.
Er wird mit der abgekühlten Zwiebel-Schinkenmischung verrührt.
Die Zwiebel-Schinkenmischung kommt in eine Plastdose mit gut verschließbaren Deckel.

Eine Nacht muss die Zwiebel-Schinkenmischung gut durchziehen.

Am nächsten Tag wird die Mischung zum Bäcker gebracht, mit drei Pfund Sauerteig verrührt und das Misthausbrot daraus gebacken.

Das Misthausbrot muss einen Tag liegen bleiben, damit das Aroma sich in dem Brot richtig
entfalten kann. Es ist ein Genuss zum bräteln oder bei jeglicher Feier.

Guten Appetit wünscht Euch
Mat der Maler